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05.05.2011rss_feed

Mast: Je größer die Gruppe, umso höher die Verluste

Eine gemeinsame Praxisstudie von FH Soest (Prof. Dr. Martin Ziron) und GFS Ascheberg zeigt den Einfluss der Gruppengröße auf die Verluste in der Mastgruppe.


Gruppenhaltung in der Mast

Verluste steigen mit zunehmender Gruppengröße

Warum konnten in den vergangenen Jahren die biologischen Leistungen in der Ferkelaufzucht so enorm gesteigert werden, in der Mast jedoch nicht? Welchen Einfluss hat die Gruppengröße? Diesen Fragen geht eine Praxisstudie der FH Soest nach, die im Rahmen einer Fragebogenaktion Schlachtleistungsdaten aus 13 GFS-Prüfbetrieben auswertete. Im Fokus standen die unterschiedlichen Haltungs- und Managementbedingungen auf den Betrieben.

■ Die Größe der befragten Betriebe schwankte stark zwischen 240 und 1800 Mastplätzen.

■ Die Gruppengröße in der Mast betrug bei den meisten Betrieben zwischen 20 und 30 Tieren (knapp die Hälfte) oder 90 bis 210 Tiere je Gruppe. Nur wenige Gruppen waren kleiner, ein Betrieb setzte auf die Megagruppe mit Sortierschleuse.

■ Rein-Raus, Vollspalten, Breiautomaten- und Flüssigfütterung, dabei ad libitum und dreiphasige Fütterung war bei der Mehrzahl der Betriebe kennzeichnend.

■ Beim Sortieren verlassen sich die meisten Mäster nach wie vor auf das Augenmaß. 40% wiegen Einzeltiere, 5% wiegen Stichproben.

Mit zunehmender Gruppengröße steigen die Verluste: Insgesamt liegen sie zwar niedrig, im Durchschnitt nur bei 2,4% bei einer Spanne von 1 bis 4,4%. Doch sie steigen kontinuierlich und deutlich, je größer die Gruppe ist. Bei den Betrieben, die weniger als 20 Tiere pro Gruppe halten, lag die Verlustrate im Schnitt bei 2%, bei Gruppen mit mehr als 90 Tieren bei 2,6%.


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