Wurfqualität

Die Wurfbeurteilung auf den GFS-Prüfbetrieben bildet die Grundlage für die Einteilung der Eber in Wurfqualitätsklassen.


Notenskala Wurfbeurteilung

Im Dezember 2011 starteten alle GFS-Nachkommenprüfbetriebe die subjektive Wurfbewertung. Hierbei werden alle Würfe der GFS-Prüfeber in den Prüfbetrieben auf einer Skala von 1-4 direkt nach der Geburt (bis max. 3 Tage) benotet. Die 1 stellt dabei die schlechteste und die 4 die beste Bewertung dar (siehe Übersicht).

Bei der Auswertung werden Betriebs- und Wurfnummerneffekte sowie die Zahl der gesamt geborenen Ferkel im Wurf als Einflussfaktoren auf die Wurfqualität im Modell berücksichtigt. Die Daten zeigen für alle drei Merkmale eine gute Verteilung, die nahezu einer Normalverteilung entspricht.

In der Auswertung werden alle bonitierten Würfe berücksichtigt. Die Ergebnisse für die einzelnen Eber werden erst ausgegeben, wenn 10 oder mehr Würfe eines Ebers bewertet wurden, um eine ausreichende Sicherheit der Bewertung eines Ebers zu haben.

Die Eber mit mehr als 10 Würfen werden aufgrund ihrer Ergebnisse für jedes Merkmal in 4 Klassen eingeteilt;

  • Eber mit mehr als 2 Standardabweichungen unter dem Durchschnitt (gemerzt)
  • Eber unter dem Durchschnitt bis zu -2 Standardabweichungen (*)
  • Eber über dem Durchschnitt bis zu + 2 Standardabweichungen (**)
  • Eber mit mehr als 2 Standardabweichungen über dem Durchschnitt (***)

 


Wurfbonitierung im Prüfbetrieb

Wurfbonitierung im Prüfbetrieb

Fazit

Obwohl die Datenauswertungen ergeben haben, dass nur ca. 10 % der Varianz der Wurfqualitätsunterschiede auf die Eberunterschiede zurückzuführen sind, ist bei einer genügend großen Anzahl an bonitierten Würfen eine Rangierung der Eber nach Ausgeglichenheit des Wurfes, Wurfgewicht und Ferkelvitalität möglich. Die Merzung der Eber mit unterdurchschnittlicher Bonitierung verbessert die Wurfqualität in den Ferkelerzeugerbetrieben.