05.12.2019rss_feed

Der 26. Rheinische Schweinetag in Riswick und Reken

In diesem Jahr stand der Rheinische Schweinetag in Reken und Riswick unter dem Motto: "Schweinehaltung im Wandel".

Die Veranstaltungen luden zum Nachdenken über die aktuelle Schweinehaltung ein. In sieben verschiedenen spannenden Vorträgen wurde deutlich, dass ein „Weiter so wie bisher“ für die Schweinehalter nicht mehr möglich ist.


Der 26. Rheinische Schweinetag, hier die Veranstaltung in Reken.

Der 26. Rheinische Schweinetag, hier die Veranstaltung in Reken.

Hans-Jörg Eynck vom Schlachtunternehmen Tönnies zeigte in seinem Vortrag die Standortvorteile Deutschlands in der Schweinehaltung auf.

Stefan Leuer, Veredlungsberater bei der Landwirtschaftskammer NRW, bot mit einem Exkursionsbericht einen Einblick in die spanische Schweineproduktion. In Spanien wachsen die Tierbestände enorm, 2018 betrug die Zahl der Schweine 30,8 Mio. und damit gut 3,5 Mio. mehr als in Deutschland.

Dr. Heiko Janssen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen stellte das Verbundprojekt vor und erzählte von den Erfahrungen mit verschiedenen Abferkelsystemen. Es wurde die Frage geklärt, wie sich diverse Abferkel- und Aufzuchtsysteme auf Tiergesundheit und Tierwohl oder die Wirtschaftlichkeit eines Betriebes auswirken.

Doris Nienhaus, die Geschäftsführerin der NDM Naturwertstoffanlage Nordvelen im Kreis Borken präsentierte Umwelttechnologien zur Vollaufbereitung und Hygienisierung von Gülle. Ziel des von Landwirten als Gesellschafter gegründeten Unternehmens sei es die Nährstoffe aus rund 200.000 m³ Überhanggülle in einem mehrstufigen Prozess zu handelsfähigem Dünger und zu Rohstoffen für die Industrie zu recyceln.

Ferkelerzeuger Julian Wolters und Theresa Rewer(Landwirtschaftskammer NRW) veranschaulichten mit Fotos und Videos einen gewachsenen Ferkelerzeugerbetrieb. Wolters betreibt seit 2013 zusammen mit Andreas Fleischmann die Fleischmann-Wolters KG in Goch.

Gesa Langenberg sprach in ihrem interessanten Vortrag über Landwirtschaft und Klimawandel: „Das Thema Klima gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und der Druck auf die Landwirtschaft wächst, die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren“. Sie empfiehlt über Maßnahmen wie die bodennahe Gülleausbringung, die gasdichte Lagerung der Gülle, Abluftfilterung der Ställe oder ressourceneffiziente Fütterungssysteme nachzudenken.