GFS-Erbfehlerermittlung

Die GFS-Prüfbetriebe und weitere Ferkelerzeuger stellen uns in Zusammenarbeit mit den Erzeugerringen regelmäßig ihre Sauenplanerdaten zur Verfügung, mit denen unsere Eber hinsichtlich Fruchtbarkeit und möglicher Anomalienvererbung beurteilt werden.


Erbfehler 2015

Die Betriebe liefern uns ihre Wurfinformationen. Neben der Anzahl lebend und tot geborener Ferkel geben sie an, wie viele Ferkel je Wurf ggf. Brüchlinge, Afterlose, Binneneber, Nabelbrüche, Zwitter, Grätscher, Zitterer oder Mißbildungen sind. Diese Daten werden von uns genutzt, um für den einzelnen Eber Zuchtwerte für Erbfehlervererbung und Fruchtbarkeitsleistung zu berechnen. Negative Vererber können so frühzeitig erkannt und von der Spermaproduktion ausgeschlossen werden. Von 2003 bis 2015 ist es dadurch gelungen, das Auftreten von Anomalien deutlich zu verringern. Der Anteil an betroffenen Ferkeln fiel von 4,0% auf 1,3 % ab. Insgesamt wurden imJahr 2015 29.746 Würfe mit 416.704 Ferkeln überprüft. Im Jahr 2015 wurden elf Eber aufgrund negativer Erbfehlerzuchtwerte von der Produktion ausgeschlossen.



Verteilung der Anomalien: 01.01.2015 - 31.12.2015

Verteilung der Anomalien: 01.01.2015 - 31.12.2015

Die Verteilung der Anomalien verändert sich in den letzten Jahren kaum. Den größten Anteil der Anomalien mit 45,7 % nehmen die Grätscher ein. Eine weitere wichtige Rolle spielen auch die Brüchlinge (29,2 %) und Binneneber (12,6 %). Missbildungen (5,4 %), Zitterer (3,1 %), Nabelbrüche (1,4 %), Afterlose (0,9 %) und Zwitter (1,7 %) treten deutlich weniger häufig auf. Neben der erblichen Komponente haben auch zahlreiche Umweltfaktoren einen Einfluss auf die Ausprägung von Anomalien. Bedeutend sind hier unter anderem die Wurfgröße, das Geburtsgewicht oder Stallklima, etc.. 




Auswertungszeitraum: 01.07.2013 - 30.06.2014

Auswertungszeitraum: 01.07.2013 - 30.06.2014

Mit einem Anteil von 49,1 % aller kontrollierten Ferkel nehmen die Grätscher den größten Teil der Anomalien ein. Das Auftreten des Grätschens bei Saugferkeln ist zu einem hohen Anteil umweltbedingt. Die nebenstehende Übersicht zeigt, wie die Anzahl von Grätscherferkeln je Wurf mit ansteigender Wurfgröße zunimmt.