Zur Überprüfung der Vererbungsleistung aller Endprodukteber führt die GFS bereits seit 18 Jahren eine Nachkommenprüfung im Feld durch. Hierbei wird jeder neu eingestallte Eber auf Praxisbetrieben angepaart und die Leistungsdaten seiner Nachkommen (Mast- und Schachtleistung) erfasst. Auf Grundlage dieser Daten wird dann regelmäßig die BLUP-Zuchtwertschätzung durchgeführt, die die Grundlage für die Rangierung der nachkommengeprüften Eber darstellt. Das leistungsmäßig obere Drittel wird in Top-Genetik eingestuft, das mittlere Drittel sind die geprüften Qualitätsklasse-Eber und das untere Drittel an Ebern wird gemerzt.

Der Zuchtwert eines Ebers ist jedoch keine statische Größe. Jede Woche liegen neue Prüfdaten von etwa 500-600 Ebernachkommen vor. Diese werden jeweils in die nächste Zuchtwertschätzung mit einbezogen. Beim BLUP-Modell wird die Ausschaltung der Umwelteinflüsse gleichzeitig mit der Schätzung der Zuchtwerte durchgeführt, wobei die verfügbaren Leistungen aller bekannten verwandten Tiere mit berücksichtigt werden. Somit verändern sich die Zuchtwerte der Eber. Gehört ein Eber z.B. nicht mehr zum oberen Drittel so wird er aus der Top-Genetik-Klasse zurückgestuft.


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